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B.A.R.F

biologisch artgerechte Rohfütterung

für Hunde


"Artgerechte" und gesunde Ernährung ist ein Grundrecht jedes

Lebewesens und die Voraussetzung für langes und beschwerdefreies Leben



"Mogens Eliasen" hat es treffend formuliert als er sagte:

„wenn ein Hund Rohfutter nicht verträgt, liegt es nicht daran, dass das Futter nicht in Ordnung ist, sondern daran, dass der Hund nicht in Ordnung ist“.



Um richtig BARFEN zu können braucht es kein wissenschaftliches Studium, einige Grundregeln muss man jedoch wissen und man sollte sich einmal ausführlich damit beschäftigen oder beraten lassen, um einer möglichen Unter- oder Überversorgung entgegen zu wirken.


Was ist B.A.R.F ?

unter BARF versteht man die Fütterung von Hunden & Katzen unter Berücksichtigung ihrer "arteigenen Ernährungsform".

Hunde sind "Beutefresser" - d.h. sie fressen alle Teile eines z.B. erlegten Wildes - Fleisch, Innereien, Mageninhalt, Knochen, Knorpel, Fell, Blut etc.

Da man ganze Beutetiere schlecht verfüttern kann, werden so gut als möglich die einzelnen Bestandteile roh zur Verfügung gestellt und mit den Teilen ergänzt, die man nicht oder nur schwer bekommen kann, z.B. den Mageninhalt, Fell etc.

BARF Rock

Auf den folgenden Seiten erfahren wie mehr zu den Themen:

 


Was braucht der Hund ?

 

Protein - Eiweiß - Bausteine für Körperzellen

 
Proteine sind die „Bausteine“ für Muskeln, Knochen, Haut, Fett, Blut und Gewebe - eigentlich für jede Körperzelle und sind durch keinen anderen Nährstoff zu ersetzen.

Da sich Zellen ständig erneuern, ist ein regelmäßiger Nachschub erforderlich.

Alle Proteine bestehen aus Aminosäuren, von denen zwanzig verschiedene bekannt sind und zehn, die sogenannten essentiellen Aminosäuren, in der Nahrung enthalten sein müssen, weil sie der Hund nicht selbst bilden kann.

Tierische Eiweiße besitzen eine höhere „biologische Wertigkeit“, da aus tierischen Proteinen leichter körpereigene Substanz aufgebaut werden kann. Sie sind für einen reibungslosen Ablauf des Stoffwechsels unerlässlich.

Kohlehydrate - schnelle Energie

Kohlenhydrate führen dem Körper kurzfristige Energie zu. Diese werden aus körpereigenen Reserven in Glukose umgewandelt und stehen zur schnellen Energieversorgung bereit. Ein hoher Anteil an Kohlenhydraten vermindert die Verdaulichkeit der Nahrung. Dies führt zu größeren Kotmengen und erhöhtem Wasserverlust. Schwer verdauliche Kohlenhydrate sollten unbedingt vermieden werden, hierzu gehören alle glutenhaltige Getreide. Bei einem zu hohen Anteil an Kohlenhydraten in der Nahrung, sofern die Energie nicht verbraucht wird, werden diese in Fettsäuren umgebaut und als Fettreserve gelagert - der Hund wird dick!

Fett - Brennstoff für den Organismus

Fette sind der Energielieferant Nr. 1 und sorgen für die allgemeine Leistungsfähigkeit, es ist der "Brennstoff" des Organismus.

Hunde sind von Natur aus Beutetierfresser und können daher tierische Fette besser verwerten als pflanzliche. Es müssen essentielle Fettsäuren (Omega 3 bzw. 6)) mit der Nahrung zugeführt werden, ebenso muss das verwendete Fett von guter Verwertbarkeit sein (wie bei den Proteinen).

Vitamine & Mineralstoffe - unverzichtbare Wirkstoffe

Vitamine sind essentielle Wirkstoffe, die an wichtigen Körperfunktionen des Stoffwechsels, Wachstum, Regeneration sowie Funktionen der Sinnesorgane und vieles mehr beteiligt sind. Der Organismus kann diese zum größten Teil nicht selber synthetisieren und ist deshalb darauf angewiesen, dass diese lebensnotwendigen Stoffe über die Nahrung zugeführt werden.

Mineralstoffe und Spurenelemente gelangen als Mineralsalze mit der Nahrung in den Organismus, wo sie in sämtlichen Organen, im Blut, im Knochen, einfach überall, als Baustoff der Körpersubstanz in bestimmten Konzentrationen vorhanden sein müssen. Spurenelemente sind in teils winzigen Konzentrationen für zahlreiche lebenswichtige Steuerungsvorgänge zuständig.

Genauso wie Vitamine, Eiweiße und Fettsäuren kann der Körper Mineralstoffe und Spurenelemente nicht selber synthetisieren und ist auf eine notwendige Versorgung über die Nahrung angewiesen.

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sollen IMMER natürlichen Ursprungs sein!!

Wenn Sie abwechslungsreich füttern und hochwertige Öle zugeben, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen das Ihr Hund nicht ausreichend versorgt wird. In freier Wildbahn geht ein Hund auch nicht mit dem Taschenrechner auf die Jagd :-)


Was darf der Hund ?



Teile von Rind, Pferd, Schaf, Lamm, Ziege, Wild:

Pansen, Blättermagen (nicht von Schaf/Lamm), Euter, Herz, Leber, Lunge, Milz, Niere, Muskelfleisch, Kopffleisch, Kronfleisch (Stichfleisch), Schlund, Kehlkopf, Brustbein, Schulter, Rippen, Schwanz, Köpfe (Schaf, Ziege, Wild), Beine

Teile von Huhn, Pute, Gans, Ente:

Flügel, Rücken, Karkasse, Hälse, Leber, Herz, Mägen, ganze Hühner/Enten

Teile vom Fisch:

es können die ganzen Fische verfüttert werden - achten Sie jedoch auf Qualitätsware.

Pazifische Fische, besonders Lachs, kann Parasiten haben die für den Hund gefährlich werden können. Bevorzugen Sie Fisch aus heimischen Zuchten. Forelle, Lachsforelle, Karpfen, Saibling etc. und Lachs aus Aquakultur.


Generell darf der Hund Alles - außer Schwein!!! - wenn Schwein, dann nur gekocht!


Gemüse/Obst:

Salate, Broccoli, Karotten, Zucchini, Sellerie, Fenchel, Pastinaken, Gurken (schälen), Chicoree, Mangold, Kürbis, Spinat, Wirsingkohl, Blumenkohl, Rote Rüben,

Banane, Apfel, Birne, Beeren, Kokos, Pflaumen, Pfirsich, Nektarine, Kiwi, Feigen, Zitrusfrüchte (nur wenig, werden nicht immer vertragen)

Milchprodukte:

Buttermilch, Ziegenmilch, Joghurt, Sauerrahm, Hüttenkäse, Frischkäse, Topfen

Pseudogetreide:

Amaranth, Buchweizen, Hirse, Quinoa, Reis - alle glutenfrei!!


Kerne, Nüsse, Samen:

Kokosnüsse, Cashewkerne, Leinsamen, Kürbiskerne, Mandeln, Sesam, Sonnenblumen, Walnüsse, Para/Pekanüsse, Pinienkerne

Öle:

Lachsöl, Dorschlebertran, Leinöl, Kokosöl, Walnussöl, Nachtkerzenöl, Olivenöl,

Kräuter:

Petersilie, Löwenzahn, Brennessel, Dill, Hagebutte, Brunnenkresse, Gräser, Beifuß, Himbeer/Brombeerblätter, Oregano, Majoran, Salbei - generell sollten Heilkräuter nur sparsam gefüttert werden, da sie echte heilende Wirkung haben!


Was darf der Hund keinesfalls?



• rohes Schweinefleisch und dessen Teile

• rohen Zwiebel, rohe Kartoffel, Auberginen, Avocados, rohe Hülsenfrüchte, Trauben, Holunder, Schokolade, Rosinen

• grüner/gelber Paprika, Macadamia Nüsse, Bittermandeln, Gewürznelke, Süßstoff, Zimmerpflanzen

Niemals gekochte Knochen füttern - Knochen nur roh!!!!

Flash mit Knochen

 

Was man berücksichtigen sollte !

Nicht einseitig füttern - Mangelernährung!

Eine abwechslungsreiche Ernährung ist der Grundstein für die Bedarfsdeckung aller lebenswichtigen Nährstoffe. Man sollte daher am besten Fleisch, Innereien und Knochen von 2 - 3 verschiedenen Tieren füttern und auch beim Gemüse und Obst immer unterschiedliche Sorten verwenden. Auch die Öle abwechseln.



Nicht zu energiearm füttern – Leber- und Nierenprobleme!

Jeder Organismus braucht Energie. Der Hund gewinnt diese am effizientesten aus natürlichen Fetten. Eiweiß soll nicht als Energiequelle dienen, weil bei der Verarbeitung von Eiweißen Abbauprodukte entstehen. Das ist völlig normal - aber wenn der Hund überwiegend Eiweiß zur Energieversorgung nutzen muss, dann entstehen zu viele Abbauprodukte die auf Dauer Leber und Nieren belasten. Also nicht dauerhaft mageres Fleisch füttern.

Das Fleisch sollte 15-25 % Fett enthalten. Hat man keines, kann man ganz einfach Butter, Schweineschmalz oder andere Fette zufüttern. Fett ist für Hunde nicht schädlich. Man darf die menschlichen Ansprüche hier nicht auf den Hund übertragen.




Kein Schilddrüsengewebe (Kehlkopf oder Kopffleisch-Mixe) füttern – Schädigung der Schilddrüse!

Die darin enthaltenen Schilddrüsenhormone können die Funktion der Schilddrüse beeinflussen. Dies kann den gesamten Hormonhaushalt durcheinander bringen. Vor allem Hunde mit Schilddrüsenerkrankungen sollten gar keine Nahrungsmittel mit Schilddrüsengewebe zu sich nehmen. Beim Fleischlieferanten nachfragen, ob die Schilddrüse entfernt wurde.

Bei Geflügel befindet sich die Schilddrüse übrigens nicht im oberen Bereich des Halses, sondern weiter unten, in Richtung Brust.

Hühnerhälse sind daher kein Problem.



Wenig thiaminasehaltigen, rohen Fisch füttern – Vitamin B Mangel!

Thiaminase vernichtet das Vitamin B1 und ist z. B. in Karpfen, Hering, Hecht, Kabeljau, Flunder oder Thunfisch enthalten. Füttert man zu viel und dauerhaft derartige Fische, kann ein Vitamin B Mangel entstehen. Gibt man dem Futter gleichzeitig Bierhefe hinzu, kann man den Verlust wieder ausgleichen. Thiaminase wird durch Erhitzen zerstört.

Wenig Oxalsäure haltige oder Phytinsäure haltige Nahrungsmittel füttern – Calciummangel!

Oxalsäure haltige Lebensmittel wie Mangold, Spinat, Grünkohl, Rharbarber und Amaranth sollte man in Maßen füttern, da sie die Aufnahme von Calcium hemmen. Gleiches gilt für Phytinsäure haltigen Nahrungsmittel wie Getreide.



kein Getreide - bei Arthrose, Epilepsie, Krebs, Bauchspeicheldrüsenerkrankung



Öle - wichtig ist das Omega 3

gute Öle: Dorschlebertran, Fischöl, Leinöl, Hanföl, Lachsöl, Kokosöl, Rapsöl, Walnussöl,

eher sparsam: Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl, Kürbiskernöl, Sesamöl, Erdnussöl, Borretschöl

nicht verwenden: Sojaöl, Haselnuss/Maiskeimöl (nur als Vit. E Gabe) Schwarzkümmelöl (nur bei Atem/Hautproblemen)



Kräuter sparsam verwenden - Heilwirkung und Nebenwirkungen!


Knoblauch: natürliches Antibiotikum, verdauungsfördernd, desinfizierend, gegen Darmparasiten, große Mengen jedoch giftig - nicht mehr als 2-3 Zehen/Woche

Oregano: schleimölsend, krampflösend, nervenstärkend, verdauungsfördernd, gut gegen Candida albicans

Petersilie: sehr gut gegen Mundgeruch, gute Wirkung bei Blasen/Nierensteinen, hoher Vit C Gehalt, harntreibend, nicht verwenden bei trächtigen Hündinnen - Abortgefahr!

Rosmarin: belebend, bei nervösen Herzbeschwerden, lindert Rheuma, verdauungsfördernd, gegen Blähungen, nicht bei Epilepsie!

Salbei: gegen Parasiten und Würmer, Husten, Halsentzündung, Darmreizung, beruhigend bei Angstzuständen, wirkt gegen Diabetes, nicht bei Epilepsie und trächtigen Hündinnen!

Thymian: gegen Bakterien und Pilzinfektionen, Darmparasiten (Spul/Fadenwürmer), Husten, Bronchitis, schleimlösend

Zitronenmelisse: gegen Blähungen, Koloken, Krämpfe, bei Herzbeschwerden und Rheuma

Beifuß: als Pulver wird er gegen Epilepsie eingesetzt, regt die Bildung von Magensaft an, bei Durchfall und Erbrechen



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